Eine Baufinanzierung ist ein spezielles Darlehen, welches von einem Kreditgeber zweckgebunden mit der Auflage vergeben wird, eine Immobilie zu errichten. Dieses Darlehen wird Baufinanzierung und nicht etwa Baukredit genannt, weil es die besonderen Kriterien einer Finanzierung erfüllt. Diese besagen, dass der Kreditnehmer die Mittel eines Darlehens nicht einfach frei ausgibt, sondern investiert. Dies bedeutet, durch die Finanzierung entsteht ein realer Gegenwert. Umgangssprachlich heißt es deshalb auch manchmal, eine Baufinanzierung sei ein Beispiel für einen „guten Kredit“.

Die möglichen Darlehensgeber einer Baufinanzierung
Eine Baufinanzierung wird in aller Regel von einer Bank vergeben. Das entsprechende Kreditangebot kann hier auch unter der Überschrift Immobilienkredit oder Wohnraumkredit zu finden sein. Aber es sind nicht nur die Finanzinstitute, die als Kreditgeber einer Baufinanzierung auftreten. Häufig beteiligt sich auch die öffentliche Hand zumindest teilweise an dem Kredit über spezielle Landesförderinstitute oder ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die Baufinanzierung und die Zinsfrage
Die Kreditsumme einer Baufinanzierung ist für Privatleute in der Regel das größte Darlehen ihres Lebens. Häufig ist es sogar sechsstellig. Der Rückzahlungszeitraum ist dementsprechend lang und reicht von 15 bis zu 30 Jahren. Die Zinsen tun dies in der Regel nicht. Sie werden in sogenannten Intervallen vergeben, die meist fünf, zehn oder 15 Jahre lang sind. Für die Zinsintervalle gibt die Bank eine Garantie über die Zinshöhe. Der Kreditnehmer muss die grundlegende Entscheidung treffen, ob er lieber gleich bleibende Zinsen zahlen möchte, die vielleicht zu hoch sind oder aber riskiert, nach einem kurzen Intervall künftig mehr Zinsen zahlen zu müssen. Die Zinsentwicklung richtet sich dabei am Markt aus.

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