Bonitätsprüfungen bei Privatpersonen

Bei Bonitätsprüfungen von Privatpersonen werden deren Kreditwürdigkeiten geprüft und kreditwürdig ist man nur dann, wenn man sowohl zahlungswillig als auch rückzahlungswillig ist. Das bedeutet: die Person muss die finanziellen Mittel besitzen einen aufgenommenen Kredit eines Tages zurückzahlen zu können, wie auch den Willen haben, sich an die vereinbarten Zahlungsbedingungen zu halten. Sei es zum Beispiel die pünktliche Mietzahlung oder die Begleichung von Telefonrechnungen.

Bonitätsprüfungen und Bonitätsauskünfte

Bonitätsauskünfte werden in der Regel vom Gläubiger (Banken und Unternehmen) in Bezug auf seinen zukünftigen Schuldner bzw. Kunden eingeholt. Damit der Bürger (Privatperson) aktuell informiert ist und seine eigene Bonität selbst einschätzen kann, ist es vom Vorteil. über sich selbst eine Bonitätsauskunft einzuholen. Dazu eignet sich eine Einsicht in die Datei der Schufa.



Dort sind nahezu über fast jeden Bürger alle positiven Informationen gespeichert, aber auch alle negativen Einträge vermerkt. So werden beispielsweise Informationen über bestehende Kreditverträge und existierende Bankkonten eingeholt. Außerdem wird festgestellt, ob die zu prüfende Person bereits in Zahlungsverzug geraten ist und deshalb abgemahnt wurde. Weiteres werden amtliche Bekanntmachungen abgefragt. Hierbei werden Infos über ein womöglich laufendes oder beantragtes privates Insolvenzverfahren eingeholt oder ob eine eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde. Aufgrund der Gesamtheit aller Daten, wird die Kreditwürdigkeit der jeweiligen Person festgestellt und in einem Scorewert (Punktzahl) zusammengefasst. In naher Zukunft will die Schufa alle Facebook- und Twitter Nutzer durchleuchten, um ihre Kreditwürdigkeit zu prüfen. Wie in diesem Artikel von Spiegel.de nachzulesen ist wäre dass, eine neue Dimension der Dateninformation. Ob dies wirklich im legalen Rahmen geschehe, sei jedem Leser selbst überlassen, denn Datenschützer und Politiker sind entsetzt, soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook als Quelle zu nutzen, um so die Bonität von Verbrauchern zu beurteilen.

Die Schufa ist allerdings nicht das einzige Unternehmen, die ihre Dienste zur Prüfung von Bonitäten anbietet. www.selbstauskunft.com hat zahlreiche Auskunfteien aus Deutschland auf eine übersichtliche Webseite zusammengestellt. Einmal im Jahr kann nämlich jeder Bürger eine kostenlose Auskunft über seine Daten verlangen – und zwar bei jeder einzelnen Auskunftei. Dieses Recht sollte man nutzen um festzustellen, ob noch veraltete oder gar fehlerhafte Daten gespeichert sind. Von Vorteil ist dabei immer, jede Kommunikation mit Unternehmen schriftlich vorliegen zu haben und Belege aufzuheben. Verbraucher sollten sich bei der Selbstauskunft ihren Score-Wert geben lassen und liegt dieser unter 95, sollte man nachfragen, wie er zustande kam. Ratsam ist daher immer, alle Raten bzw. Rechnungen pünktlich zu bezahlen, im Falle eines Verzuges die Schuld sofort auszugleichen und nur Daten von sich herausgeben, die wirklich nötig sind (Datenminimalist).

Kommentare sind geschlossen.